Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Oertel,

Mit großem Befremden haben wir den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung Heidenau zur Verlegung von Stolpersteinen zur Kenntnis nehmen müssen.

Unsere Stiftung hat den Zweck, bedürftige ehemals rassisch Verfolgte evangelischen Glaubens in jeder Beziehung zu betreuen. Der Kreis der Betreuten umfasst die unter dem Hitlerregime rassisch Verfolgten evangelischen Glaubens, deren Angehörigen und deren Nachkommen.

Eine umfassende Erinnerungskultur ist uns natürlich besonders wichtig.

Deshalb haben wir eine Vielzahl von Gedenksteinen, insbesondere für durch die Nationalsozialisten ermordeten Juden christlichen Glaubens, in Berlin verlegt.

Gedenken muss IMMER und ÜBERALL möglich sein.

Gerade dort wo Entrechtete und Ermordete wohnten, arbeiteten oder getötet wurden.

 Einschränkungen sind aus unserer Sicht dabei absolut inakzeptabel.

Als Bürgermeisterin Ihrer Stadt tragen Sie eine besondere Verantwortung.

Stellen Sie den gefassten Beschluss erneut zur Diskussion.

Im folgenden Link finden Sie Zeitzeugenberichte von Betroffenen. Geben Sie diese den Stadträten zur Kenntnis. 

Hier, der Link mit dem Vorschau-Video:

https://f.io/Pq6xaSkt

In der Hoffnung auf ein schnelles Umdenken verbleiben wir

mit erwartungsvollen Grüßen

Michael Grüber                                                              

Vorsitzender  

Berlin, den 02.10.2026